von Petra Coenders und Horst Speichert

Stuttgart, 24.03.18 – Nur eine differenzierte Betrachtungsweise hilft gegen Polarisierung und trägt zu einer sachlichen Debattenkultur bei.

Wir sind in Deutschland und Europa unstreitig geprägt von Christentum, Aufklärung und Humanismus. Der Islam hat in der deutschen Kultur und Geschichte nur marginale Spuren hinterlassen. Der politische Islam, insbesondere mit der Scharia, ist eine Ideologie, die das private und öffentliche Leben vollständig beherrschen will, Meinungsfreiheit, Andersgläubige und Frauenrechte unterdrückt und archaische Strafen verhängt. Der politische Islam ist mit unseren Vorstellungen eines säkularen und demokratischen Rechtsstaates sowie mit unseren verfassungsmäßigen Freiheitsrechten nicht vereinbar. Der politische Islam widerspricht dem Grundgesetz und kann deshalb nicht zu Deutschland gehören.

Dies hindert gläubige Muslime nicht an der Religionsausübung in Deutschland, die durch die Religionsfreiheit geschützt wird. Eine ausufernde Ausbreitung des Islam – etwa durch überdimensionierte Moscheeneubauten – soll aber verhindert werden. Die Auslandsfinanzierung von Moscheebauten oder die Auslandsausbildung und -entsendung von Imamen ist – ähnlich wie in Österreich – durch gesetzliche Regelungen zu unterbinden. Imame müssen an deutschen Universitäten ausgebildet werden. Über ihre Einsetzung oder Abberufung, organisatorische Fragen, die Inhalte von Predigten und Ausbildung haben ausschließlich die deutschen Organe der Glaubensgemeinschaft zu entscheiden.

Mehr zu dem Thema in unserem Faltblatt „Politischer Islam “